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Thema: Myome

Univ.-Doz. Dr. Barbara Bodner-Adler über die Behandlungsoptionen von Myomen:

Myome der Gebärmutter sind mit Abstand die häufigsten gutartigen Neubildungen im weiblichen Becken. Jede 2. bis 3. Frau über 30 ist davon betroffen, wobei zwischen 12% und 25% der Myome Beschwerden verursachen. Die häufigsten Myom-bedingten Beschwerden sind Blutungsstörungen (sehr starke Regelblutung, Zwischenblutungen), Unterbauchschmerzen, Krämpfe, vermehrter Harndrang oder Harnverlust (wenn das Myom auf die Harnblase drückt), Kreuz- und/oder Beckenschmerzen oder auch Stuhlentleerungsstörungen. Myome, die direkt unter der Gebärmutterschleimhaut liegen, können auch den Eintritt einer Schwangerschaft verzögern oder verhindern. Treten Beschwerden auf, so gilt es, Myome zu behandeln.

Mir ist es ein Anliegen, meine Patientinnen über alle Therapieoptionen zu informieren, um gemeinsam die geeignetste Behandlungsmethode zu erarbeiten.
Grundlage für die Wahl der richtigen und besten Therapie ist eine ausführliche frauenärztliche Untersuchung mit Erhebung der Krankengeschichte sowie Einholung der entsprechenden erforderlichen Befunden (Ultraschall, evt. MRT). Die Therapie soll dann ein individuelles maßgeschneidertes Behandlungskonzept sein, welches sowohl auf Symptome als auch Lebenssituation der betroffenen Frauen eingeht.

Welche Therapieoptionen stehen uns grundsätzlich zur Myom-Behandlung zur Verfügung?

Betroffene Frauen haben die Möglichkeit sich für eine konservative, operative oder eine nicht operative-radiologischen Behandlungsmethode zu entscheiden.

Konservative Therapie
In vielen Fällen von Patientinnen mit Myomen kann eine hormonelle Therapie bzw. eine antihormonelle Therapie zur Linderung der Myom-assoziierten Beschwerden führen. (Levonorgestrel freisetzende IUDs, Orale Kontrazeptiva, Gestagene, nicht-steroidale Antirheumatika und Antifibrinolytika, etc.)

Operative Therapie
Üblicherweise wird lediglich die Entfernung des Myoms (konservative Myomoperation) unter Belassung der Gebärmutter angewendet, wobei dies meist mittels Bauchspiegelung (laparoskopisch), vaginal (operative Hysteroskopie) oder mit einem kleinem Bauchschnitt erfolgt. Eine Gebärmutterentfernung ist nur mehr in den seltensten Fällen, bzw. auf Wunsch der Patientin, notwendig.

Nicht- operative-radiologische Methoden
Die "Myomembolisation" kann im interdiziplinärem Setting (gemeinsam mit den Radiologen) angeboten werden und stellt für viele Frauen eine interessante therapeutische Alternative dar. Der Zugang wird über den Oberschenkelbereich (Arteria femoralis) gewählt und auf diese Art werden die relevanten Gefässe (Arteriae uterinae beidseits) embolisiert. Eine Linderung der Symptome wurde bei dieser Behandlungsalternative beobachtet.