GYN-BODNER.at

Thema: Harnverlust & Senkungsbeschwerden

Spezialgebiet: Harnverlust und Senkung der Beckenorgane

Häufig werden Probleme wie Harnverlust oder Senkungsbeschwerden der Beckenorgane nicht offen angesprochen. Durch meine langjährige spezielle Ausbildung in der Urogynäkologie (Universitätsfrauenklinik), kann ich Ihnen die entsprechende Abklärung und möglichen Therapieoptionen anbieten.

Welche Arten der Harninkontinenz gibt es?

Belastungsinkontinenz:
häufigste Form des ungewollten Harnverlustes bei Frauen, wobei es zu einem Harnverlust beim Husten, Niesen, körperlicher Betätigung, Geschlechtsverkehr etc. kommt.
Überaktive Blase:
mit oder ohne Harnverlust (Overactive Bladder, OAB) Plötzlich auftretenden Harndrang mit oder ohne Harnverlust
Mischformen:
(Mischinkontinenez)
Überlaufinkontinenz /Überlaufblase:
übervolle Harnblase, die nicht entleert werden kann, mit unkontrollierbaren Harnabgang

Welche Untersuchungen werden bei der Abklärung einer Harninkontinenz durchgeführt?

Eine Basisdiagnostik biete ich im Rahmen der Erstvorstellung jeder Patientin mit Harnverlust oder Senkungsbeschwerden an. Diese inkludiert neben der Anamnese, eine gynäkologische Untersuchung, die Bestimmung der Restharnmenge, eine Harnanalyse, einen klinischen Stresstest sowie die Aushändigung eines Miktionstagebuchs. Falls eine weitere Abklärung erforderlich ist, führe ich diese im Krankenhaus durch (Urodynamik, Zystoskopie).

Welche Therapieformen gibt es bei der Harninkontinenz?

Konservatives Vorgehen mit Beckenbodentraining:

sehr effiziente Methode zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, Durchführung anfangs unter physiotherapeutischer Anleitung
Verhaltenstherapie mit Blasentraining
Medikamentöse Therapie:
Behandlung von Harnwegsinfekten, Lokale Hormontherapie, Anticholinergika bei Überaktiver Blase
Operative Therapie:
Wenn konservative Behandlungsoptionen nicht zufriedenstellend sind, stehen je nach Ursache, verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung, die ich selbst im Spital durchführe.

- TVT Operation: hierbei wird ein dünnes Kunststoffband spannungsfrei unter die Harnröhre eingelegt (Erfolgs,-Kontinenzratenrate über 90%)

- Bulkamid Unterspritzung: es wird ein Gel (Füllsubstanz) in die Harnröhrenwand gespritzt, um den Verschlussmechanismus zu verbessern.

- Botulinumtoxin (Botox): Injektionen in die Harnblasenwand - führt zu einer Entspannung der Blasenmuskulatur und zu einer Verbesserung der Symptomatik bei Überaktiver Blase.